Ada-Schein in München: den Ausbilderschein nach AEVO berufsbegleitend machen

Informationsbroschüre Ausbilderschein online Fernlehrgang Mockup
GRATIS INFOMATERIAL Ausbilderschein online Fernlehrgang

Interesse an dem Ausbilderschein online Fernlehrgang? Dann hol dir jetzt dein Infomaterial - kostenlos als PDF.

Jetzt anfordern
Ausbilder erklärt an einem benutzten Flipchart im Schulungsraum, eine kleine Gruppe folgt der Unterweisung
Redaktionelle Richtlinien Warum du uns vertrauen kannst

Der Ada-Schein, die Ausbildereignung nach der AEVO, ist in München beliebt, denn er ist die Bedingung dafür, im Betrieb Azubis ausbilden zu dürfen. Für die schriftliche und praktische Prüfung ist keine festgelegte Vorbereitung vorgeschrieben. Du kannst dich berufsbegleitend darauf vorbereiten und trittst dann bei der IHK oder der Handwerkskammer für München und Oberbayern zur Prüfung an. Die Prüfungsgebühr der Kammer liegt (Stand 2026) zwischen 164 und 290 Euro; die Kursgebühr kommt je nach Format dazu. Formale Zulassungsvoraussetzungen für die Prüfung gibt es keine und wie lange die Vorbereitung dauert, hängt vor allem von deinem Lerntempo ab.

Wer in München den Ada-Schein braucht

Wer in Deutschland ausbilden möchte, braucht eine Erlaubnis, die im Berufsbildungsgesetz steht. Nach § 28 BBiG darf nur ausbilden, wer persönlich und fachlich geeignet ist. Der Paragraf 30 fordert dazu die berufs- und arbeitspädagogische Eignung. Genau diesen Teil weist der Ada-Schein nach: die bestandene Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung. Ein Betrieb, der ausbilden will, muss mindestens eine Person haben, die diesen Nachweis oder eine gleichwertige Qualifikation vorlegt.

Im IHK-Bezirk München und Oberbayern wurden 2025 rund 14.203 neue Ausbildungsverträge registriert, 5,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Laut IHK-Ausbildungsumfrage 2025 konnte jeder zweite Ausbildungsbetrieb nicht alle Plätze besetzen, mancher bekam keine einzige geeignete Bewerbung. Wer in dieser Lage ausbildet, konkurriert um wenige Bewerber, und die Qualität der Ausbildung entscheidet mit darüber, ob Azubis bleiben. Deshalb schicken viele Betriebe gezielt Fachkräfte in die AEVO-Qualifizierung, oft aus Industrie, Tech oder Handwerk, wo der Nachwuchsbedarf am größten ist.

Der Nachweis, den du dabei erwirbst, gilt bundesweit und unbefristet. Wo du ihn machst, spielt für die Anerkennung keine Rolle, und die Vorbereitung darauf lässt sich ortsunabhängig absolvieren, während die Ausbildung selbst dort stattfindet, wo dein Betrieb sitzt.

Die Prüfung bei IHK und Handwerkskammer für München und Oberbayern

Die AEVO ist bundeseinheitlich, organisiert wird die Prüfung aber von der Kammer. Im Großraum München sind zwei Stellen zuständig: die IHK für München und Oberbayern für Berufe aus Industrie, Handel und Dienstleistung und die Handwerkskammer für München und Oberbayern für die Handwerksberufe. Welche für dich prüft, richtet sich nach dem Ausbildungsberuf, in dem du ausbilden willst und nicht nach deinem Wohnort.

Die Prüfung selbst hat zwei Teile. Der schriftliche Teil dauert 180 Minuten und besteht aus rund 70 Multiple-Choice-Fragen zu den vier Handlungsfeldern der AEVO: Ausbildung planen, vorbereiten, durchführen und abschließen. Der praktische Teil dauert höchstens 30 Minuten. Du präsentierst oder führst eine berufstypische Ausbildungssituation vor und begründest sie danach im Fachgespräch. Beide Teile müssen mindestens mit ausreichend bestanden sein. Wer einen Teil nicht besteht, kann ihn zweimal wiederholen. Der bestandene Teil wird dann angerechnet.

Ist die Prüfung bestanden, ist der Ada-Schein bei allen Kammern anerkannt. Im Handwerk befreit er zusätzlich von Teil IV der Meisterprüfung. Antreten musst du dafür vor Ort bei deiner Kammer in München. Die Vorbereitung darauf ist an kein Format gebunden, sie kann online und neben dem Job laufen; verbindlich sind nur die Prüfungstermine der Kammer.

Voraussetzungen: Was die Kammer verlangt — und was nicht

Für die AEVO-Prüfung gibt es keine Zulassungsvoraussetzungen. Weder das BBiG noch die AEVO fordern ein Mindestalter, einen bestimmten Berufsabschluss oder den Nachweis eines Vorbereitungskurses. Theoretisch kannst du den Stoff im Selbststudium erarbeiten und dich direkt zur Prüfung anmelden. Deshalb können auch jüngere Fachkräfte ab Mitte 20 bereits den Schein erwerben, wenn ihr Betrieb sie in die Ausbilderrolle bringen will.

Etwas anderes ist die Frage, wer danach tatsächlich ausbilden darf. Dafür verlangt § 30 BBiG die fachliche Eignung, also in der Regel einen einschlägigen Berufsabschluss oder eine gleichwertige Qualifikation mit angemessener Praxis, dazu die persönliche Eignung. Die AEVO-Prüfung deckt den pädagogischen Teil ab, ersetzt aber nicht die fachliche Grundlage im jeweiligen Beruf.

Weil kein Kursformat vorgeschrieben ist, bist du in der Wahl frei. Ein Online-Kurs setzt lediglich voraus, dass du dir den Stoff selbst einteilst, aneignest und dranbleibst; die Prüfung, die zählt, legst du in beiden Fällen bei der Kammer ab.

Was der Ada-Schein kostet

Die Kosten splitten sich in zwei Teile, die man auseinanderhalten sollte. Der erste Teil ist die Gebühr für den Vorbereitungskurs. Sie hängt fast vollständig vom Format ab: Ein Vollzeit-Kompaktkurs, ein berufsbegleitender Abend- oder Wochenendkurs und ein Online-Fernkurs liegen preislich weit auseinander. Belastbare Durchschnittswerte lassen sich seriös nicht angeben, weil die Angebote zu unterschiedlich sind.

Der zweite Teil ist die Prüfungsgebühr der Kammer. Sie fällt unabhängig davon an, auf welchem Wege du dich vorbereitet hast, und ist im Raum München klar beziffert.

Prüfung Gebühr (Stand 2026)
IHK für München und Oberbayern, vollständige Prüfung 290 €
IHK, bei Befreiung vom schriftlichen Teil 220 €
IHK, Wiederholung eines Prüfungsteils 50 % der Gebühr (rund 145 €)
Handwerkskammer für München und Oberbayern 164 €

Die Prüfungsgebühr trägt grundsätzlich, wer die Prüfung ablegt. Übernimmt der Arbeitgeber die Kosten, muss bei der IHK eine Gebührenübernahmeerklärung spätestens vier Wochen vor dem Termin vorliegen. Präsenzkurse bringen feste Termine oder Blockunterricht sowie die Anfahrt quer durch den Großraum München mit sich. Bei einer Vorbereitung im Online-Campus entfallen diese Wege, die Kammergebühr bleibt in jedem Fall gleich.

Wie lange die Vorbereitung dauert

Die Prüfung ist bundeseinheitlich, die Vorbereitung darauf ist es nicht. Grob gibt es drei Wege: den Kompaktkurs, der den Stoff in wenige Vollzeittage presst und dafür eine Freistellung am Stück verlangt. Zudem gibt es den berufsbegleitenden Abend- oder Wochenendkurs, der sich über mehrere Wochen zieht und den Online- oder Fernkurs, den du in deinem eigenen Takt bearbeitest. Verlässliche Durchschnittsdauern gibt es nicht, der Aufwand hängt an Vorwissen und Lerntempo.

Nennenswert ist in jedem Weg der Selbstlernanteil. Die AEVO deckt Recht, Betriebsorganisation und Pädagogik ab, und die praktische Unterweisung will vorbereitet sein. Neben einem Vollzeitjob in einem Münchner Betrieb zählt vor allem, ob sich dieser Anteil in Rand- und Wochenendzeiten unterbringen lässt.

Ein Selbstlernformat lässt dich Tempo und Termine an den Betrieb anpassen, statt einem festen Kursplan zu folgen. Zieht sich die Vorbereitung, verschiebt sich damit nur der Zeitpunkt, zu dem du dich zur Kammerprüfung anmeldest.

Freistellung und Förderung in Bayern

Beim Thema Freistellung ist Bayern ein Sonderfall. Anders als in den meisten Bundesländern gibt es hier keinen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub. Stand 2026 ist Bayern damit neben Sachsen eines von zwei Ländern ohne eine solche Regelung; Sachsen führt ab 2027 drei Tage im Jahr ein. Freistellung läuft in Bayern deshalb über den Arbeitsvertrag, einen Tarifvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder unbezahlten Sonderurlaub.

Für den Ada-Schein fällt das weniger ins Gewicht als bei vielen anderen Weiterbildungen. Weil die Ausbildereignung häufig vom Betrieb angeregt oder verlangt wird, ist die Freistellung ohnehin Verhandlungssache mit dem Arbeitgeber, nicht Sache eines Landesgesetzes, und oft übernimmt der Betrieb auch die Prüfungsgebühr.

Bei der Finanzierung ist das Qualifizierungschancengesetz (§ 82 SGB III) die Grundlage. Über den Arbeitgeber lässt sich ein Zuschuss beantragen, gestaffelt nach Betriebsgröße (Stand 2026): Bei unter 50 Beschäftigten sind bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten und bis zu 75 Prozent Entgeltzuschuss möglich, bei 50 bis unter 500 Beschäftigten bis zu 50 Prozent (55 Prozent mit Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung), ab 500 bis zu 25 Prozent. Den Antrag stellt der Betrieb, nicht du als Privatperson. Bayern legt darüber hinaus mit ESF+-Mitteln das Programm „Weiterbilden für die Zukunft“ auf (Förderaktion 1.1, seit Februar 2025, Stand 2026): 50 Prozent der förderfähigen Kosten, bei mindestens acht Teilnehmenden und mindestens 20 Unterrichtseinheiten, abgewickelt digital über „ESF Bavaria 2021“. Der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gilt dagegen nur für Maßnahmen mit AZAV-Zulassung, einem eigenen Verfahren, das viele Weiterbildungen nicht durchlaufen, und richtet sich vor allem an Arbeitslose.

Da in Bayern kein Bildungsurlaub greift, zählt jede vereinbarte freie Stunde. Eine ortsunabhängige Vorbereitung reduziert die nötige Freistellung auf das, was sich nicht verschieben lässt: die Prüfungstage bei der Kammer.

Der Ada-Schein bei der BMA

Die Business & Management Akademie (BMA) bietet die Vorbereitung auf die Ausbilder-Eignungsprüfung als reinen Online-Lehrgang an. Acht Module führen durch die vier Handlungsfelder der AEVO und bereiten auf den schriftlichen wie den praktischen Teil vor. Insgesamt sind es 187 Unterrichtseinheiten, ergänzt um Selbstlern- und Hausaufgaben und einen Test am Ende jedes Kapitels. Die Regeldauer liegt bei drei Monaten, gerechnet auf zwölf Stunden Lernzeit pro Woche.

Für Berufstätige im Großraum München sind dabei ein paar Punkte praktisch: Der Lehrgang ist von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht geprüft und zugelassen (Zulassungsnummer 5145224). Du beginnst an jedem beliebigen Tag, weil die Inhalte ab dem Buchungstag im Online-Campus bereitstehen. Wird es im Job eng, verlängert sich die Regeldauer automatisch und kostenlos um weitere drei Monate. Außer einem Mindestalter von 18 Jahren, schnellem Internet und guten Deutschkenntnissen gibt es keine zu erfüllenden Voraussetzungen. Nach Abschluss erhältst du ein Zertifikat in deutscher und englischer Sprache, das unbegrenzt gültig ist und nicht erneuert werden muss.

Der Kurs kostet 299 Euro und lässt sich vorab kostenlos testen. Die Gebühr ist in Raten zahlbar, dazu gibt es eine Geld-zurück-Garantie. Bewertet ist der Lehrgang mit 4,9 von 5 Sternen bei 118 Bewertungen. Die externe Prüfungsgebühr der Kammer kommt separat dazu. Alle Module und Konditionen findest du auf der Kursseite: Ausbilderschein / AdA (online).

Häufige Fragen

Oft ja, denn die Ausbildereignung dient direkt dem betrieblichen Ausbildungsbedarf und viele Betriebe übernehmen deshalb die Kurs- und Prüfungskosten. Zusätzlich kann dein Arbeitgeber über das Qualifizierungschancengesetz einen Zuschuss beantragen, der nach Betriebsgröße gestaffelt ist: Bei unter 50 Beschäftigten sind bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten möglich. Den Antrag stellt der Betrieb, nicht du selbst.

Nein. Bayern hat, anders als die meisten Bundesländer, keinen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub. Stand 2026 ist es neben Sachsen eines von zwei Ländern ohne eine solche Regelung. Eine Freistellung musst du deshalb betrieblich klären, etwa über den Arbeitsvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder unbezahlten Sonderurlaub. Da der Betrieb die Ausbildereignung oft selbst anregt, ist das meist Verhandlungssache.

Die AEVO macht keine Vorgaben zur Form der Vorbereitung, sie regelt nur die Prüfung. Ob du dich in Präsenz, im Webinar oder online im Selbststudium vorbereitest, ändert nichts an der Anerkennung. Anerkannt wird allein die bestandene Kammerprüfung, und der Ausbilderschein gilt danach bundesweit und unbefristet, ohne dass du ihn auffrischen musst.

Ja. Weder das Berufsbildungsgesetz noch die AEVO schreiben einen Vorbereitungskurs vor, und die Kammern verlangen für die Prüfung keine Zulassungsvoraussetzungen. Du könntest den Stoff also im Selbststudium erarbeiten und direkt antreten. Weil die Prüfung Recht, Betriebsorganisation und Pädagogik abdeckt und einen praktischen Teil enthält, ist ein strukturierter Kurs aber sehr sinnvoll.

Die Kosten splitten sich in zwei Teile. Für die Vorbereitung zahlst du je nach Format unterschiedlich, vom Vollzeit-Kompaktkurs bis zum Online-Fernkurs. Dazu kommt bei jedem Weg die Prüfungsgebühr der Kammer: Bei der IHK für München und Oberbayern sind das 2026 rund 290 Euro, bei der Handwerkskammer 164 Euro. Belastbare Durchschnittspreise für die Kurse selbst gibt es nicht, weil die Angebote stark auseinandergehen.

Bisher sind keine Bewertungen vorhanden
| Zum Bewerten bitte einloggen